Tänze | Swinging Sisters
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Langsamer Walzer

Der Langsame Walzer gehört mit seinen fließenden, runden und weichen Bewegungen weltweit zu den schönsten Tänzen. Dieser elegante Gesellschaftstanz ist das Herzstück jedes Balls.

Taktart
Der langsame Walzer wird im 3/4 Takt getanzt; jeder Tanzschritt bekommt einen Taktschlag. Ein Langsamer Walzer hat etwa 30 Takte pro Minute.

Der Langsame Walzer wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Die Ursprünge des Walzers liegen im 12. und 13. Jahrhundert und dessen paarweise getanzten Werbe- und Drehtänzen. Als einer der ältesten Gesellschaftstänze ist er aus der Tyroliene hervor gegangen. Der langsame Walzer entwickelte sich aus dem deutlich schnelleren Boston. Nach 1918 wurde der Boston nach langsamerer Musik mit den Figuren - offene und geschlossene Wechsel, Drehungen und Zögerwechsel - getanzt. Seit 1924 wurde der Langsame Walzer von England aus standardisiert und weiterentwickelt und noch heute so getanzt.

Der Tango wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Quickstep

Quickstep ist als fröhlich-beschwingter Tanz der "Champagner" unter den Standardtänzen und die "große Schwester" des Foxtrott. Quickstep wird auf "Gute-Laune-Musik" getanzt mit raumgreifenden Bewegungen; im Turniertanz kommen die typischen Hüpfschritte dazu.

Taktart
Der Quickstep wird im 4/4 Takt mit einem Tempo von 50 bis 52 Takten in der Minute getanzt. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist "langsam-schnell-schnell-langsam".

Der Quickstep wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Die schnelle und die langsame Form des Foxtrotts wurde 1924 getrennt in Quicktime Foxtrott und Slow Foxtrott. Heute wird unterschieden zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm), dem Slowfox (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz).

Slowfox

Der im englischen Stil getanzte Slowfox ist charakterisiert durch lange, weite Schwünge und progressive Drehungen für einen gleichmäßigen Bewegungsfluss. Slowfox benötigt viel Platz. Auf seine Musik lässt sich langsam ein Foxtrott, Schritte des Blues oder der Karree-Rumba tanzen.

Taktart
Der Slowfox wird im 4/4 Takt mit einem Tempo von 28 bis 30 Takten in der Minute getanzt. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist "langsam-schnell-schnell".

Der Slow Fox wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Die schnelle und die langsame Form des Foxtrotts wurde 1924 getrennt in Quicktime Foxtrott und Slow Foxtrott. Heute unterscheidet man zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm), dem Slowfox (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz).

Foxtrott

Der Foxtrott gilt als behaglicher "Universaltanz", da er viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet und leicht zu lernen ist. Foxtrott war seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Als Tiertanz (Fuchstrab) mit Holzschuhen zur Ragtime-Musik getanzt, war er mit Schritten und Sprüngen des Negro-Jig ausgestattet. In Europa war er seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt.

Taktart
Getanzt wird der Foxtrott im 4/4 Takt mit einem Tempo von 40 bis 52 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist " langsam-langsam-schnell-schnell".

Hintergrund
Die schnelle und die langsame Form des Foxtrotts wurde 1924 getrennt in Quicktime Foxtrott und Slow Foxtrott. Heute unterscheidet man zwischen dem Foxtrott (Gesellschaftstanz im Welttanzprogramm), dem Slowfox (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz) und dem Quickstep (Standardtanz im englischen Stil, seit 1928 Turniertanz).

Tango

Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Enttäuschung und Melancholie. Der Charakter des Tango ist weich, sentimental und verhalten oder schnell, dynamisch mit kurzen abrupten Bewegungen. Dieser Tanz der Leidenschaft wird eng getanzt und durch wiederholtes Innehalten verzögert. Der Tango lebt von der Spannung im Paar, vom improvisierten Spiel der Beine, die zärtlich streicheln und rasant hakeln können und von der Nähe und Distanz des Paares. Es gibt zwei Stilrichtungen, den Tango Argentino und den Tango im englischen Stil, der im Turnier seine Vollendung findet.

Taktart
Der Tango als Gesellschaftstanz wird meist im 2/4 Takt gespielt. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist "schnell-schnell-langsam".

Der Tango wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln Buenos Aires, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik. Um die Wende des 19. in das 20. Jahrhundert wurde er zum Gesellschaftstanz. Ende der 1920er Jahre kam die Trennung in Tango Argentino und den Tango des englischen Stils. Noch in den 1950er Jahren war Tango Turniertanz der Lateinamerikanischen Disziplin. Heute unterscheidet man den Tango im englischen Stil / Gesellschaftstanzstil und den Tango Argentino.

Wiener Walzer

Der Wiener Walzer ist das Glanzstück der Walzer: kreisende Wogen von Tanzpaaren, erfasst vom Dreivierteltakt. Trotz seiner relativ hohen Geschwindigkeit strahlen die Bewegungen Erhabenheit aus. Er ist der älteste und traditionsreichste Gesellschaftstanz und bis heute glanzvollste Tanz. Auch heute ist der Wiener Walzer bei vielen Anlässen der unbestrittene Eröffnungstanz.

Taktart
Der Wiener Walzer steht im 3/4 Takt. Es werden 60 Takte pro Minute getanzt: pro Sekunde drei Schritte.

Der Wiener Walzer wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Der Walzer, zur Abgrenzung vom Langsamen Walzer (English Waltz) und dem Französischen Walzer meist Wiener Walzer genannt, ist der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze. Er wurde vor der Französischen Revolution berühmt als er das aristokratische Menuett als Gesellschaftstanz verdrängte. Der Walzer entstand aus dem „Deutschen Tanz“ und war zu Beginn wegen Unzüchtigkeit und der ständigen Berührung der Paare verpönt. Der Wiener Walzer war stets ein Symbol gehemmter politischer Umbruchsstimmungen. Durch seinen kommerziellen Erfolg wurde der einstige Revolutionär allerdings harmlos: es werden im Walzer aggressive Energien durch beständiges Drehen eingebunden und abgeschliffen. Zunächst wurde der Walzer sehr schnell getanzt, erst im Lauf des 19. Jahrhunderts kam die heutige „schwebende“ Form. In England setzte sich der Wiener Walzer nie durch, dort tanzte man Boston Waltz, später den Langsamen Walzer.

Seit 1932 tanzt man den Wiener Walzer auf Turnieren. Die altösterreichische Walzertradition wurde 1951 mit dem englischen Stil verbunden und feierte bei dem Tanzfestival in Blackpool im selben Jahr große Erfolge. Seitdem ist der Wiener Walzer Standardtanz und wurde 1963 in das Welttanzprogramm aufgenommen.

In Blackpool wird im Oktober 2012 erstmals ein Equality-Turnier ausgetragen.

Latein

Cha Cha Cha

Cha Cha ist wie ein Flirt und lebt vom fröhlichen, ungezwungenen Spiel durch Blicke, Gesten und Berührungen, die versuchen Nähe herzustellen. Cha Cha ist der „Prosecco“ unter den Tänzen. Der Cha Cha ist beliebt in den Tanzschulen, denn er kann auch zu Disco-, Pop- oder Chartmusik getanzt werden und er ist sehr vielseitig.

Taktart
Getanzt wird der Cha Cha im 4/4 Takt mit einem Tempo von 30 bis 32 Takten in der Minute. Auf einen Taktschlag werden ein oder zwei Schritte getanzt. Der Grundrhythmus ist "Schritt-Schritt-Cha-Cha-Cha" wobei das Cha Cha Chasse schnell getanzt wird.

Der Cha Cha wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Cha Cha ist der jüngste lateinamerikanische Gesellschafts- und Turniertanz. Er wurde vermutlich in den 1950er Jahren in Kuba "erfunden" und war zu dieser Zeit eine langsame Variante des Mambo, die große Zustimmung fand und den Mambo verdrängte. Obwohl „künstlicher“ Modetanz wurde der Cha Cha bereits in den 1960er Jahren als Turniertanz aufgenommen. Cha Cha, zunächst als Modetanz vorgestellt, wurde sehr schnell zum "Klassiker" und ist im Gegensatz zu vielen anderen Modetänzen zum festen Bestandteil der Gesellschaftstänze geworden.

Jive

Der Jive in seinen Varianten vom Grundkurs bis zum Tanzsport ist ein temperamentvoller, spritziger und fröhlicher Tanz. Die Tanzpaare wirken leicht und lebensfroh, unbekümmert spielen sie mit der Musik. Da es sich um einen der modisch-revolutionären Tanzstile handelte, gehört es zum Selbstzweck auch dieses Tanzes anders zu sein als die bürgerlichen Konventionen und sich nicht festlegen zu lassen.

Taktart
Getanzt wird Jive im 4/4 Takt mit einem Tempo von 32 bis 44 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder eine 3/4-1/4-1 Teilung. Die Grundbewegung ist "Rück-Platz-Wechselschritt-Wechselschritt".

Der Jive wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Die Musikrichtung Jive-Boogie/Woogie - Rock´n ´Roll –Swing hat es in sich. Denn schon die Swing-Ära hatte großen Einfluss auf Gesellschaft und Kultur. Mit der Rock'n'Roll Zeit der 50er Jahre erlebte die Welt eine echte Revolution. Bis heute gehören zu dem Begriff Rock-Musiker einige der berühmtesten Interpreten aller Zeiten, ob Elvis oder die Rolling Stones. Aus vielen verschiedenen Stilarten und Moderichtungen haben sich langfristig diese drei Versionen herausgebildet: Jive – Boogie/Woogie und der Rock'n'Roll.

Paso Doble

Der Paso Doble stellt tänzerisch den spanischen Stierkampf dar. Die Folgende als Capa (rotes Tuch) folgt der Führung selbstbewusst, distanziert und wendig. Die Führende (Stierkämpferin) zeigt sich entschlossen, kühn und stolz. Die Anspannung der Körper ist für das Publikum zu spüren. Heute steht der Paso Doble in Mitteleuropa im Hintergrund, obwohl seit 1945 Turniertanz und Tanzschultanz ist der Paso Doble selten in der Öffentlichkeit.

Taktart
Getanzt wird Paso Doble im 2/4 Takt mit einem Tempo von 60 bis 62 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag. Der Grundrhythmus ist "schnell-schnell".

Der Paso Doble wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Der Paso Doble ist ein marschähnlicher Tanz, entstanden in Spanien und Südfrankreich. Die Musik ist mit Elementen des Fandango und des Flamenco angereichert. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus. Die Franzosen haben den Paso Doble standardisiert, deshalb gibt es viele französische Figurbezeichnungen. In den 20er Jahren wurde er als "Stierkampf-Pantomime" bekannt. Die Weiterentwicklung des Onestep, eines aus Amerika kommenden Gesellschaftstanzes, der in den Jahren 1912 bis 1925 getanzt wurde, zählt zu den Marschtänzen. Als Twostep, meist im 2/4- oder 6/8 Takt gespielt, ist er als Paso Doble bekannt. Die Paso Doble Musik ist energisch, klar strukturiert, streng und gewaltig. Der wohl bekannteste Paso Doble ist "Espana Cani", auf dessen Phrasen sich auch die Tänzerinnen mit ihrer Choreographie eingestellt haben, was für Turniere unerlässlich ist.

Rumba

Das Wort Rumba, auch Rhumba, ist das spanische Wort für "Fest" oder "Tanzfest". Es ist ein Sammelbegriff für viele historische afrikanische und afro-kubanische Lied- und Tanzformen. Im Gesellschaftstanz gibt es zwei Arten sie zu tanzen: entweder als Karree-Rumba, oder als Wiegeschritt-Rumba im kubanischem Stil, die die Grundlage für den Turniersport. Dies führte in den Jahren 1956 bis1963 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich, den sogenannten "Rumbakriegen". Man einigte sich schließlich darauf, beide Varianten zuzulassen. Charakteristisch für diesen offenen Paartanz sind die Gegensätze von Nähe und Distanz, Verheißung und Ablehnung. Eine Rumba ist so erotisch, romantisch und widersprüchlich wie die Liebe.

Taktart
Getanzt wird die Rumba im 4/4 Takt mit einem Tempo von 25 bis 32 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist "langsam -schnell-schnell".

Der Rumba wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Die Anfänge der Rumba reichen ins 16. Jahrhundert zurück, der Ankunft der ersten afrikanischen Sklaven in Kuba. Ursprünglich war Rumba ein rhythmischer Tanz, gespielt mit afrikanischen und afro-kubanischen Perkussionsinstrumenten. Heute wird Rumba meist melodiös gespielt und mit Rhythmus unterlegt. Über New York kam die Rumba in den 30er Jahren nach Europa und verbreitete sich in England und Frankreich. Der erste Rumba-Schlager erschien 1930 "The Peanut Vendor", die erste Rumba-Choreografie 1931 in England. In der NS-Zeit war die Rumba als "entartete" Musik verboten. Seit den 50er Jahren ist sie Gesellschafts- und Turniertanz.

Samba

Der Gesellschaftstanz Samba ist afro-brasilianischen Ursprungs, und stammt von dem portugiesischen „semba“, der Bezeichnung für "Tanz" in der Sprache des Kongo- und Sambesigebietes / Schwarzafrika. Samba war ursprünglich eine Mischung aus Rhythmen westafrikanischer Sklaven mit indianischer und portugiesischer Musik. Daraus entwickelten sich neue Rhythmen und Tanzstile, wie zum Beispiel der Samba-Reggae. Vergangenheit und Zukunft, Wünsche und Träume: das tanzt und singt man mit der Samba in Brasilien, bis heute.

Taktart
Getanzt wird Samba im 2/4 Takt mit einem Tempo von 50 bis 62 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag oder eine 3/4-1/4-1 Teilung. Die typische Grundbewegung ist "Schritt-Tepp-Schritt-Tepp" oder "Schritt-Rück-Platz-Schritt-Rück-Platz".

Der Samba wird getanzt auf Turnieren des Equality Dance zur Austragung einer Deutschen Meisterschaft, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft.

Hintergrund
Entstanden ist Samba in Brasilien im 19. Jahrhundert mit Ursprung in den kultischen Tänzen Altafrikas. Die Quellen der Samba führen bis in die Zeiten der Sklaverei in Afrika zurück, als die Samba anlässlich der Kriegerweihe getanzt wurde. Durch die europäische Kolonisation Südamerikas im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Samba-Reigen- und Rundtänze zu Paartänzen umfunktioniert. 1914 kam der Vorläufer der Samba, die Maxixe, nach Europa, was einiges Aufsehen erregte. 1924 gelangte die Samba selbst nach Europa. Was aber in Europa als Modetanz "Samba" getanzt wurde, war eine sehr vereinfachte Form der eleganten Grazie der Original-Samba, denn für den mitteleuropäischen Sambatänzerinnen sind die den Südamerikanerinnen angeborenen Bewegungen kaum zu erlernen. Seit den 1920er Jahren bezeichnet "Samba" einen schnellen Tanz in geradem Takt. Als Gesellschaftstanz wurde die Samba nach 1918 in Europa bekannt. Samba kam erst nach 1945 in Mode, zählt heute zu den Gesellschaftstänzen und ist seit 1959 Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm.

… und andere Tänze

Discofox

Der Discofox verdankt seine Popularität als "Praxistanz für alle Gelegenheiten" der Tatsache, dass ein Discofox auf fast alle Musiktitel passt, die im 4/4 oder 2/4 Takt gespielt werden. Mit einer unendlichen Vielfalt an Drehungen und Wickelfiguren kann der Discofox auch auf kleinstem Raum gut geführt und getanzt werden – von Tanzanfängerinnen bis zur Turniertänzerinnen. Der Discofox lebt von der Kreativität der Tänzerinnen.

Taktart
Discofox wird überwiegend auf einen 4/4 Takt getanzt. Tanzschritte und der typische Tepp bekommen jeweils einen Taktschlag. Ein Grundschritt hat 3 Taktschläge.

Hintergrund
Der Discofox entstand 1973/74 beim Übergang der frei improvisierenden Beat-Tänze zum Paartanz in Tanzhaltung. Der Discofox hieß in den 1970er Jahren Beatfox. In Deutschland entstand der Discofox, in Amerika der Hustle, getanzt wurden Figuren und Variationen aus Foxtrott, Swing und "altem Rock“. Der Höhepunkt des Discofox-Booms kam 1978 mit dem Lied "Night Fever“ der Bee Gees. Anders als der Hustle wird der Discofox praxisorientiert auf kleinstem Raum, rotierend und kompakt getanzt, der Hustle hingegen raumgreifend "durchgelaufen".

Salsa

Wer Salsa einmal ausprobiert hat, kann nicht mehr davon lassen:
der von Percussions getrommelte Rhythmus zieht wie von Zauberhand auf die Tanzfläche. Der Grundschritt ist einfach, bietet aber unzählige Variationsmöglichkeiten. Salsa lebt nicht so sehr von der Eleganz der Schritte als vielmehr von Lebensfreude, Spaß, Kombinationsvielfalt, Paarharmonie. Es ist das ewige Spiel von Erobern und Erobertwerden, die den Tanz so beliebt machen. In Salsa-Discotheken und Clubs wird vorwiegend Salsa-Mambo-Musik gespielt, deren Ursprung Cuba und Puerto Rico ist. Salsa ist einem sehr schnellen Wandel unterworfen, ständig strömen neue Einflüsse auf diesen Tanz ein und werden aufgenommen, so dass Salsa ständig ein neues Gesicht hat.

Es gibt grundsätzlich zwei große Stilrichtungen in Salsa: der Cuban Style und der New York bzw. Puerto Rican Style. Cuban Style basiert auf seit- und kreisförmigen Bewegungen und Figuren und es wird in Tanzhaltung getanzt in der sich die Paare ständig im Raum drehen. Der New York / Puerto Rican Style basiert auf dem Mambo Grundschritt und zeigt Einflüsse von HipHop, Flamenco, Tango Argentino, Hustle, Ballett ect.. Der Style ist auf einer geraden Linie ausgerichtet.

Taktart
Getanzt wird Salsa im 4/4 Takt mit einem Tempo von 44 bis 52 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist "schnell-schnell-langsam".

Hintergrund
Salsa ist eine Mischung aus Tanzformen der europäischen, afrikanischen und indianischen Kultur. Vor allem spanische und französische Musik (Contredance) vermischte sich mit den afrikanischen Rhythmen der Yoruba, der Cucumí, der Bantu und der Conga. Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts trugen begabte kubanische Musiker diese Musik (Mambo) nach New York. Dort vermischte sie sich mit dem nordamerikanischen Jazz, dem Swing und dem Bebop. Die Mambo Ära hatte ihren Hauptstützpunkt zu dieser Zeit in einem Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem "Palladium". Noch heute wird eine der vielen Salsa-Stilrichtung "Palladium-Style" (Klassischer Mambo) genannt.

Tango Argentino

Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Enttäuschung und Melancholie. Der Charakter des Tango ist weich, sentimental und verhalten oder schnell, dynamisch mit kurzen abrupten Bewegungen. Dieser Tanz der Leidenschaft wird eng getanzt und immer wieder wird inne gehalten. Der Tango lebt von der Spannung im Paar, vom improvisierten Spiel ihrer Beine, die zärtlich streicheln und rasant hakeln können und von der Nähe und Distanz des Paares. Es gibt zwei Stilrichtungen, den Tango Argentino und den Tango im englischen Stil, der in der Turnierform seine Vollendung findet.

Taktart
Der Tango als Gesellschaftstanz wird meist im 2/4 Takt gespielt. Tanzschritte bekommen einen oder zwei Taktschläge. Der Grundrhythmus ist "schnell-schnell-langsam".

Hintergrund
Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln Buenos Aires, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik. Um die Wende des 19. in das 20. Jahrhundert wurde er zum Gesellschaftstanz. Ende der 1920er Jahre kam die Trennung in Tango Argentino und Tango des englischen Stils. Noch in den 1950er Jahren war Tango Turniertanz der Lateinamerikanischen Disziplin. Heute unterscheidet man den Tango im englischen Stil / Gesellschaftstanzstil und den Tango Argentino.

Quelle: adtv.de / wikipedia.org